Das Wichtigste in Kürze
- Alt-Text zählt doppelt: Er ist Pflicht für Barrierefreiheit (WCAG, EAA/BFSG) und eines der stärksten Signale für die Google-Bildersuche.
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Gute Regel: beschreibend, unter ~125 Zeichen, Wichtigstes zuerst, natürliche Sprache statt Keyword-Stuffing, dekorative Bilder bekommen
alt="". -
Alt-Text ist Teil eines Systems: zusammen mit Dateinamen, modernen Formaten,
srcset/LCP und Schema entsteht echtes Bild-SEO. - Im E-Commerce ist Skalierung das Problem — tausende Produktbilder lassen sich nur mit KI-Automatisierung sinnvoll taggen.
- Dieser Guide ist der Hub: jeder Abschnitt verlinkt auf einen vertiefenden Leitfaden
Kaum ein Element einer Website wird so konsequent vernachlässigt wie der Alt-Text — und kaum eines arbeitet gleichzeitig für zwei so wichtige Ziele. Ein guter Alt-Text macht Ihre Bilder für blinde und sehbehinderte Menschen nutzbar und hilft ihnen, in der Google-Bildersuche gefunden zu werden. Für Online-Shops ist das kein Detail: Bilder sind häufig der erste Kontaktpunkt mit einem Produkt, und sie sind auf den meisten Seiten das größte ladende Element — also entscheidend für Geschwindigkeit, Ranking und Conversion.
Dieser Guide ist als Themen-Hub aufgebaut: Er deckt das gesamte Feld Alt-Text & SEO ab und verlinkt an jeder Stelle auf einen vertiefenden Leitfaden. Sie können ihn von oben nach unten lesen oder gezielt zu dem Thema springen, das Sie gerade brauchen.
Für wen dieser Guide ist: für Shop-Betreiber, Marketing- und SEO-Verantwortliche und alle, die Bilder auf einer Website verwalten — vom Einzelshop bis zur Agentur. Vorwissen ist nicht nötig; die ersten Abschnitte legen die Grundlagen, die späteren gehen in die technische und rechtliche Tiefe. Wer schon weiß, was Alt-Text ist, springt direkt zu Abschnitt 3 (richtig schreiben) oder 6 (Bild-SEO).
1. Was Alt-Text ist — und warum er doppelt zählt
Der Alt-Text (kurz für Alternativtext, englisch alternative text) ist eine kurze, textliche Beschreibung eines Bildes. Im HTML steht er im alt-Attribut des Bildes:
Dieser eine Satz erfüllt drei Aufgaben gleichzeitig:
- Barrierefreiheit: Screenreader lesen den Alt-Text vor. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist er die einzige Information über den Bildinhalt.
- Robustheit: Lädt ein Bild nicht (langsame Verbindung, toter Pfad), zeigt der Browser den Alt-Text an — der Nutzer weiß trotzdem, was dort hätte stehen sollen.
- SEO: Suchmaschinen „sehen“ ein Bild nicht wie ein Mensch. Der Alt-Text liefert ihnen den Textkontext, mit dem sie das Bild verstehen und in der Bildersuche einordnen.
Genau diese Doppelrolle macht Alt-Text so wertvoll: Eine einzige, sauber geschriebene Beschreibung verbessert die Zugänglichkeit für Menschen und die Auffindbarkeit für Maschinen. Sie investieren einmal Aufwand und bedienen zwei Ziele, die sonst getrennte Projekte wären.
Alt-Text, Bildunterschrift und Title sind nicht dasselbe
Drei Begriffe werden ständig verwechselt. Der Alt-Text (alt) ist die unsichtbare Alternative zum Bild — nur sichtbar, wenn das Bild nicht lädt, ansonsten für Screenreader und Suchmaschinen. Die Bildunterschrift (<figcaption>) ist für alle sichtbar und liefert zusätzlichen Kontext. Das title-Attribut erzeugt einen Tooltip beim Mouseover, wird von assistiver Technik aber unzuverlässig behandelt und ersetzt den Alt-Text nie. Im Zweifel gilt: Der Alt-Text ist Pflicht, die Bildunterschrift ist Kür, das title-Attribut ist optional. Mehr Grundlagen im Leitfaden „Was ist Alt-Text?“.
Wo überall Alt-Text steckt
Das alt-Attribut gehört zum <img>-Element — aber Bilder erscheinen an mehreren Stellen einer Seite, und nicht überall funktioniert alt gleich:
<img>und<picture>: Hier lebt der klassische Alt-Text. Bei<picture>steht er einmal am inneren<img>und gilt für alle Formatquellen.- Inline-SVG unterstützt kein
alt. Den zugänglichen Namen geben Sie überrole="img"plus ein<title>-Element (dekorativ:aria-hidden="true"). - CSS-Hintergrundbilder haben keinen Alt-Text und werden von Google nicht in der Bildersuche indexiert. Inhaltsbilder gehören deshalb in echte
<img>-Tags. <input type="image">und Image-Maps (<area>) brauchen ebenfalls Alt-Text, der die Funktion beschreibt.
Warum im E-Commerce so viel Wert liegen bleibt
Bilder sind auf rund 73 % der mobilen und 83 % der Desktop-Seiten das größte ladende Element (Web Almanac 2024) — und im Shop oft das Erste, was ein Kunde wahrnimmt. Trotzdem gehen Produktbilder massenhaft ohne Alt-Text online: importierte Kataloge, Lieferantenbilder und schnelle Uploads landen mit Namen wie 1024_v2_final.jpg und leerem Alt-Attribut im Shop. Jedes dieser Bilder ist verpasster Bildersuche-Traffic und ein potenzieller Barrierefreiheits-Mangel. Der Hebel ist deshalb nicht, ein paar Bilder besser zu beschreiben, sondern den blinden Fleck systematisch zu schließen — was ab einer gewissen Menge nur mit Automatisierung geht (Abschnitt 7).
Kurz erklärt — die wichtigsten Begriffe:
• Alt-Text / Alt-Attribut / Alt-Tag: dasselbe gemeint — die Textalternative im alt. (Streng genommen ist es ein Attribut, kein Tag.)
• Bildunterschrift (Caption): sichtbarer Begleittext, meist in <figcaption>.
• Title-Attribut: Tooltip beim Mouseover — kein Ersatz für Alt-Text.
• Dekorativ vs. informativ: dekorative Bilder tragen keine Information (→ alt=""), informative schon (→ Beschreibung).
• WCAG 1.1.1: die Richtlinie, die Textalternativen für Nicht-Text-Inhalte verlangt.
Die drei Rollen im Detail
Für Menschen mit Seheinschränkung ist der Alt-Text kein Zusatz, sondern die einzige Brücke zum Bildinhalt. Ein Screenreader liest ihn anstelle des Bildes vor — fehlt er, bleibt das Bild eine stumme Lücke oder, schlimmer, der Screenreader liest den kryptischen Dateinamen. Für alle Nutzer ist der Alt-Text die Versicherung gegen kaputte Bilder: bei langsamer Verbindung, geblocktem Bild oder totem Pfad erscheint statt eines leeren Rahmens die Beschreibung. Für Suchmaschinen schließlich ist er die zuverlässigste Information darüber, was ein Bild zeigt und wofür es ranken soll. Eine einzige, gut geschriebene Zeile bedient alle drei zugleich.
2. Wie Alt-Text Bildersuche-Traffic bringt
Die Google-Bildersuche ist ein eigener, oft unterschätzter Kanal. Wer Produkte verkauft, konkurriert dort um Sichtbarkeit — und Alt-Text ist eines der wenigen Signale, mit denen Sie direkt steuern, wofür ein Bild gefunden wird.
Was Google über Bilder versteht (und was nicht)
Googles Bilderkennung ist gut, aber sie ersetzt den Kontext nicht. Der Crawler nutzt mehrere Signale zusammen: den Alt-Text, den Dateinamen, den umgebenden Text, die Bildunterschrift, die Seitenüberschrift und strukturierte Daten. Der Alt-Text ist dabei das präziseste Signal, weil Sie ihn exakt formulieren. Zwei Dinge sind wichtig zu wissen: Google indexiert nur Bilder in echten <img>– oder <picture>-Tags — CSS-Hintergrundbilder tauchen in der Bildersuche nicht auf. Und EXIF-Metadaten sind laut Google kein Ranking-Signal; diese Arbeit erledigt der Alt-Text.
Vom Bild zur Conversion
Der Weg ist konkret: Ein Nutzer sucht „rote Stiefeletten Blockabsatz“, sieht in der Bildersuche Ihr Produktfoto, klickt — und landet direkt auf der Produktseite. Ohne aussagekräftigen Alt-Text fehlt Google der Grund, genau Ihr Bild für diese Anfrage zu zeigen. Mit identischem Alt-Text auf zwanzig Produktbildern („unser Produkt“) hat Google ebenfalls keinen Anhaltspunkt, welches relevant ist. Differenzierter, beschreibender Alt-Text ist also kein Nice-to-have, sondern die Voraussetzung dafür, dass dieser Kanal überhaupt funktioniert. Wie Bild-SEO über den Alt-Text hinaus funktioniert, zeigt der Leitfaden „Bilder SEO optimieren“.
Die Ranking-Signale im Überblick
Google bewertet ein Bild nie isoliert, sondern aus mehreren Signalen zusammen:
- Alt-Text — das präziseste Signal, weil von Ihnen formuliert.
- Dateiname — beschreibend und mit Bindestrichen ein eigener Hinweis.
- Umgebender Text & Überschrift — das Bild wird im Kontext des Absatzes gelesen, in dem es steht.
- Bildunterschrift — sichtbarer Text direkt am Bild, oft besonders beachtet.
- Strukturierte Daten (
Product,ImageObject) — ordnet Bilder eindeutig zu. - Bildqualität & Einzigartigkeit — scharfe, eigene Bilder schlagen generische Stockfotos.
- Platzierung & Ladeverhalten — ein prominent platziertes, schnell ladendes Bild wird eher als wichtig erkannt.
Von all dem ist der Alt-Text der einzige, den Sie pro Bild punktgenau steuern — deshalb der größte Hebel bei geringstem Aufwand.
Bildersuche, Lens und Shopping
Die Bildersuche ist längst mehr als eine Galerie. Über Google Lens und die visuelle Suche fotografieren Nutzer Produkte und suchen das Ähnliche; Google Shopping zieht Produktbilder direkt in die Ergebnisse. In all diesen Oberflächen entscheidet der Textkontext — allen voran der Alt-Text —, ob Ihr Bild der richtigen Anfrage zugeordnet wird. Wer hier nichts liefert, ist in einem wachsenden, kaufnahen Kanal unsichtbar.
Ein Blick voraus: Alt-Text und KI-Suche
Auch KI-Antwortsysteme und generative Suchergebnisse stützen sich auf Textsignale, um Bilder zu verstehen und einzubinden. Sauberer Alt-Text macht Ihre Bilder nicht nur für die klassische Bildersuche, sondern auch für diese neuen Oberflächen interpretierbar — eine Investition, die mit der Entwicklung der Suche eher wichtiger wird.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Nehmen wir ein Foto eines blauen Laufschuhs. Mit alt="" oder alt="IMG_3920" taucht es für keine sinnvolle Anfrage auf. Mit alt="Blauer Laufschuh mit weißer Dämpfungssohle, Seitenansicht" wird es für „blauer laufschuh“, „laufschuh weiße sohle“ und visuelle Ähnlichkeitssuchen auffindbar. Steht das Bild zudem in einem Absatz über Dämpfung, mit sprechendem Dateinamen und Produkt-Schema, verstärken sich die Signale. Aus einem „stummen“ Bild wird so ein Einstiegspunkt, der direkt auf die Produktseite führt — ohne zusätzliche Werbekosten.
Damit Google die Bilder überhaupt findet
Ranking setzt Indexierung voraus. Bilder, die per JavaScript, Lazy-Loading oder über ein CDN geladen werden, übersieht der Crawler leicht. Eine Bild-Sitemap (oder die <image>-Erweiterung Ihrer XML-Sitemap) stellt sicher, dass alle Bilder bekannt sind. Der beste Alt-Text nützt nichts an einem Bild, das nie gecrawlt wird.
Wie groß ist der Kanal Bildersuche?
Die Bildersuche ist einer der größten Suchdienste überhaupt und für visuelle Branchen — Mode, Möbel, Deko, Food, Reise, Handwerk — ein erheblicher Anteil der Entdeckungs-Suchen. Nutzer, die über ein Bild kommen, haben oft bereits ein konkretes Produktbild im Kopf und sind damit kaufnah. Anders als bezahlte Anzeigen kostet dieser Traffic nichts außer der einmaligen Arbeit, die Bilder richtig auszuzeichnen — ein Kanal, der einmal aufgebaut dauerhaft liefert.
Die Grenzen der Bilderkennung
Maschinelle Bilderkennung erkennt heute zuverlässig Objekte und Szenen — aber sie kennt weder Ihren Produktnamen noch Ihre Marke noch den Grund, warum ein Bild auf genau dieser Seite steht. Ein Modell sieht „blauer Schuh“; ob es Ihr Modell „Aero Glide 2“ in „Coastal Blue“ ist, weiß nur Ihr Alt-Text. Deshalb bleibt der vom Menschen (oder kontextbewusster KI mit Produktdaten) formulierte Alt-Text das verlässliche Signal. Und EXIF-Daten in der Bilddatei sind dabei kein Ersatz: Google nutzt sie laut eigener Aussage nicht als Ranking-Signal.
3. Alt-Text richtig schreiben — die Regeln
Guter Alt-Text folgt einer einfachen Leitfrage: „Wenn ich dieses Bild nicht zeigen könnte — welchen Text würde ich an seine Stelle setzen, damit nichts Wichtiges verloren geht?“ Daraus folgen ein paar klare Regeln.
Die sieben Grundregeln
- Beschreiben Sie Inhalt und Funktion, nicht das Format. „AVIF-Bild eines Stiefels“ ist wertlos; „Roter Lederstiefelette, Seitenansicht“ ist gut.
- Wichtigstes zuerst. Screenreader und Snippets schneiden hinten ab — das zentrale Detail gehört an den Anfang.
- Knapp halten: als Faustregel unter ~125 Zeichen. Reicht das nicht (Diagramm, Infografik), beschreiben Sie kurz und liefern die Details im Fließtext.
- Natürliche Sprache, ein Keyword. Bauen Sie Ihr Hauptkeyword einmal natürlich ein — kein Stuffing.
- Kein „Bild von“ / „Foto von“. Screenreader kündigen bereits an, dass es ein Bild ist. Diese Wörter sind verschwendeter Platz.
- Dekoratives bekommt
alt="". Hat ein Bild keinen Informationswert, setzen Sie ein leeres Alt-Attribut, damit Screenreader es überspringen. - Kontext entscheidet. Dasselbe Bild kann je nach Seite anderen Alt-Text brauchen — auf einer Produktseite das Produkt, in einem Ratgeber die dargestellte Handlung.
Gut: alt="Frau bindet auf Holzsteg blauen Laufschuh, Sonnenaufgang im Hintergrund" — konkret, beschreibend, Funktion erkennbar.
Schlecht: alt="laufschuh schuhe kaufen beste laufschuhe sport schuhe online" — Keyword-Stuffing, für Screenreader eine Qual, für Google ein Spam-Signal.
Die Entscheidung: informativ, funktional oder dekorativ?
Bevor Sie schreiben, ordnen Sie das Bild einer Kategorie zu — das beantwortet die meisten Zweifelsfälle automatisch:
- Informativ (Produktfoto, Diagramm, Foto im Artikel) → beschreibender Alt-Text.
- Funktional (Bild ist ein Link oder Button, z. B. Lupen-Icon = Suche) → Alt-Text beschreibt die Aktion:
alt="Suche". - Dekorativ (Trennlinie, Hintergrund, reines Ornament) → leeres
alt="".
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der W3C-Entscheidungslogik finden Sie unter „Alt-Text richtig schreiben“.
Länge und Detailtiefe richtig dosieren
„Unter 125 Zeichen“ ist eine Faustregel, kein Gesetz. Entscheidend ist: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Ein einfaches Produktfoto braucht einen Satz. Eine Infografik braucht eine zusammenfassende Kernaussage im Alt-Text — und die vollständigen Daten daneben im Fließtext oder in einer Tabelle, die ohnehin besser für SEO und Barrierefreiheit ist als Text, der in einer Grafik „eingesperrt“ ist. Was länger als ein, zwei Sätze ist, gehört nicht ins Alt-Attribut.
Kontext ändert den richtigen Alt-Text
Dasselbe Bild kann je nach Seite einen anderen Alt-Text verdienen, weil der Zweck ein anderer ist:
alt="Blauer Laufschuh mit weißer Sohle, Seitenansicht"Ratgeber „Richtig aufwärmen“ (es geht um die Handlung): alt="Läuferin schnürt vor dem Lauf ihren Schuh"
Beide beschreiben dasselbe Foto korrekt — aber den jeweils relevanten Aspekt. Genau das meint „Kontext entscheidet“.
Mehr Gut/Schlecht-Paare
Gut (Diagramm): alt="Liniendiagramm: Retouren sinken nach Umstellung auf Größenberater um 18 %"
Schlecht (Diagramm): alt="Diagramm" — sagt nichts über die Aussage.
Gut (Team): alt="Vierköpfiges Support-Team von AutoAlt am Schreibtisch"
Schlecht (Team): alt="DSC_0042.jpg" — Dateiname statt Beschreibung.
Mythen rund um Alt-Text
- „Das title-Attribut reicht.“ Nein —
titlewird von Screenreadern unzuverlässig behandelt und ist kein Ersatz. - „Mehr Keywords = besseres Ranking.“ Das Gegenteil: Stuffing wird als Spam gewertet.
- „Google liest Bilder eh selbst.“ Die Bilderkennung ist gut, ersetzt den Kontext aber nicht — und für Screenreader ist Alt-Text unverzichtbar.
- „Dekorative Bilder brauchen eine Beschreibung.“ Nein — sie brauchen ein leeres
alt="", sonst entsteht Screenreader-Lärm.
Ein Schnelltest für jeden Alt-Text
Drei Fragen, die fast jeden Zweifelsfall klären: (1) Würde jemand, der das Bild nicht sieht, durch diesen Satz nichts Wichtiges verpassen? (2) Steht das Wesentliche am Anfang? (3) Würde ich den Satz so auch laut vorlesen, ohne dass es seltsam klingt? Klingt der Alt-Text wie eine Stichwortliste oder wie ein Dateiname, ist die Antwort auf Frage 3 ein klares Nein — und der Text gehört überarbeitet.
Bilder, die selbst Text enthalten
Enthält ein Bild wichtigen Text — ein Banner mit Aktionscode, eine Grafik mit Kernaussage, ein Logo mit Slogan —, gehört dieser Text in den Alt-Text. Sonst geht die Information für Screenreader und Suchmaschinen verloren, weil sie Text in Pixeln nicht lesen. alt="Gutschein: 15 % auf alles mit Code FRISCH15" ist hier korrekt. Noch besser ist, wichtigen Text gar nicht erst als Bild zu rendern, sondern als echten HTML-Text.
Komplexe Grafiken & Diagramme
Ein Diagramm lässt sich nicht in 125 Zeichen erfassen. Die Lösung ist zweistufig: ein kurzer Alt-Text mit der Kernaussage („Balkendiagramm: Umsatz steigt von Q1 bis Q4 um 30 %“) und die vollständigen Daten daneben — als Fließtext oder, am besten, als echte HTML-Tabelle. Das ist nicht nur barrierefrei, sondern auch besser indexierbar als Zahlen, die in einer Bilddatei eingeschlossen sind.
Drei Regeln, die am meisten ausmachen
„Wichtigstes zuerst“ wirkt unscheinbar, ist aber entscheidend: Screenreader-Nutzer hören den Anfang zuerst und brechen oft ab, und abgeschnittene Snippets behalten ebenfalls nur den Anfang. Wer mit dem Kern beginnt, verliert nichts. „Natürliche Sprache, ein Keyword“ trennt guten von schlechtem SEO-Alt-Text: ein Keyword natürlich eingebettet hilft, eine Keyword-Kette schadet doppelt — als Spam-Signal und als unzumutbarer Vorlese-Text. „Dekoratives bekommt alt=""“ ist die am häufigsten ignorierte Regel: Jede beschriebene Trennlinie und jedes Ornament erzeugt Screenreader-Lärm, der echte Inhalte zudeckt. Weglassen ist hier die richtige Information.
4. Alt-Text-Beispiele nach Anwendungsfall
Regeln sind das eine, der konkrete Satz das andere. Hier typische Fälle aus dem Shop- und Website-Alltag — jeweils mit der Logik dahinter.
| Bildtyp | Guter Alt-Text | Warum |
|---|---|---|
| Produktfoto | Roter Lederstiefelette mit Blockabsatz, Seitenansicht | Produktart + Farbe + Material + Merkmal + Perspektive |
| Produktvariante | Dieselbe Stiefelette in Schwarz, Frontansicht | Jede Variante eigener Text — nie identisch kopieren |
| Logo | AutoAlt.ai logo | Identität benennen, nicht beschreiben |
| Infografik | Balkendiagramm: organischer Traffic +40 % nach Alt-Text-Einführung | Kernaussage; Details in den Fließtext/Tabelle |
| Blog-Foto | Team von webAufstieg vor dem Büro in Aalen | Beschreibt die Szene im Seitenkontext |
| Funktions-Icon | Warenkorb | Beschreibt die Aktion, nicht die Form |
| Dekoratives Bild | alt="" | Kein Informationswert → leeres Attribut |
Auffällig: Der beste Alt-Text klingt fast langweilig — präzise, sachlich, ohne Marketing-Floskeln. Genau das wollen Screenreader-Nutzer und Google. Branchenspezifische Beispiele (Mode, Möbel, Lebensmittel, B2B, Reise) sammelt der Leitfaden „Alt-Text Beispiele“.
Beispiele nach Branche
Die Logik bleibt gleich, die relevanten Attribute ändern sich je Branche:
- Mode: Schnitt, Farbe, Material, Anlass — „Schwarzes Cocktailkleid aus Satin mit V-Ausschnitt, knielang“.
- Möbel / Interior: Typ, Material, Stil — „Eiche-Esstisch, rechteckig, skandinavisches Design“.
- Lebensmittel: Produkt, Zustand, Verpackung — „Bio-Olivenöl extra nativ, 500-ml-Glasflasche“.
- B2B / SaaS: bei Screenshots die gezeigte Funktion — „Dashboard mit Umsatzkurve und Filterleiste“, nicht „Screenshot“.
- Reise: Ort und Szene — „Hotelpool mit Meerblick bei Sonnenuntergang, Mallorca“.
In jedem Fall gilt: die Wörter verwenden, die Ihre Kunden in die Suche tippen würden — natürlich formuliert, nicht als Stichwortliste.
Vorher/Nachher an einem Produktbild
So wandert ein typisches Produktbild durch die Stufen — vom Import bis zum suchbaren Asset:
- Import (vorher): Datei
4500_2.jpg,alt=""— unsichtbar für Suche und Screenreader. - Dateiname: →
leinen-midikleid-salbeigruen.jpg - Alt-Text: →
alt="Midikleid aus Leinen in Salbeigrün mit Knopfleiste, Frontansicht" - Variante/Ansicht: Detailfoto bekommt eigenen Text →
alt="Detail der Knopfleiste und Naht, Leinen Salbeigrün" - Nachher: auffindbar für „leinenkleid salbeigrün“, zugänglich, korrekt dokumentiert — ein Asset statt Ballast.
5. Alt-Text für E-Commerce & Produktbilder
Im Online-Handel ist Alt-Text kein Accessibility-Häkchen, sondern direkter Umsatzhebel. Produktbilder sind die Bilder, nach denen tatsächlich gesucht wird — und ein Shop hat schnell tausende davon. Drei Dinge machen E-Commerce-Alt-Text besonders.
Beschreiben Sie, wonach Kunden suchen
Kunden suchen nach konkreten Attributen: Farbe, Material, Form, Stil, Anlass. Ein guter Produkt-Alt-Text spiegelt genau diese Sprache: alt="Midikleid aus Leinen in Salbeigrün mit Knopfleiste" ist besser als alt="Sommerkleid", weil er die Suchanfragen abbildet, die echte Käufer eintippen. Wichtig bleibt: natürlich formulieren, nicht Attribute aneinanderreihen.
Varianten und Galerien differenzieren
Ein Produkt hat oft fünf Ansichten und mehrere Farbvarianten — und der häufigste Fehler ist, allen denselben Alt-Text zu geben. Jede Ansicht beschreibt, was sie zeigt („Detailaufnahme der Sohle“, „getragen, von hinten“), jede Farbvariante nennt ihre Farbe. So kann Google die einzelnen Bilder unterschiedlichen Suchanfragen zuordnen, statt sie als Duplikate zu behandeln.
Produktkontext nutzen
Shopsysteme kennen Produktname, Kategorie und Attribute bereits. Gute KI-Generatoren ziehen diesen Kontext heran, statt das Bild isoliert zu beschreiben — so entsteht aus Produktdaten plus Bildinhalt ein Alt-Text, der zur Suche passt. Wie das pro Plattform aussieht, vertieft „Alt-Text für E-Commerce“. Für konkrete Shopsysteme lohnt der Blick in den Integrationen-Hub.
Packshot oder Lifestyle — beschreiben Sie, was zu sehen ist
Ein freigestelltes Produktfoto (Packshot) und ein Lifestyle-Bild desselben Produkts verdienen unterschiedliche Alt-Texte: der Packshot beschreibt das Produkt nüchtern, das Lifestyle-Bild die Szene inklusive Produkt. So decken Sie produktnahe und inspirationsgetriebene Suche ab, ohne zweimal dasselbe zu schreiben.
Kategorie-, Banner- und Teaserbilder
Nicht nur Produktdetailseiten haben Bilder. Kategoriebilder, Sale-Banner und Teaser brauchen ebenfalls eine Einordnung — außer sie sind rein dekorativ (dann alt=""). Ein Banner mit Aussage gibt diese wieder: alt="20 % auf Winterstiefel bis Sonntag".
Mehrsprachige Shops
Verkaufen Sie in mehreren Sprachen, braucht jedes Bild den Alt-Text in der jeweiligen Sprache — ein englischer Alt-Text auf der deutschen Seite hilft weder der deutschen Bildersuche noch deutschsprachigen Screenreader-Nutzern. Manuell vervielfacht das den Aufwand pro Sprache. Tools, die denselben Bildinhalt in mehreren Sprachen ausgeben (bei AutoAlt.ai in einem Credit enthalten), nehmen genau diese Last ab.
Marktplätze & Google Shopping
Auch außerhalb des eigenen Shops zählen Bildinformationen: Google Shopping und Produktfeeds bewerten Bildqualität und -relevanz. Saubere Produktbilder mit korrektem Kontext zahlen über die eigene Website hinaus ein.
Alt-Text in den gängigen Shopsystemen
Wo der Alt-Text gepflegt wird, unterscheidet sich je System — das Prinzip bleibt gleich:
- WordPress / WooCommerce: Alt-Text steht am Medien-Anhang in der Mediathek und wird beim Einfügen übernommen. Achtung: ändert man ihn später am Anhang, aktualisiert das nicht automatisch bereits eingefügte Bilder.
- Shopware: Alt-Text (und Titel) werden in der Medienverwaltung pro Asset gepflegt und gelten produktübergreifend, wo das Medium verwendet wird.
- Shopify: Alt-Text wird je Produktbild im Produkt-Editor gesetzt; bei Theme-Bildern teils im Theme-Editor.
- Magento: Alt-Text kommt aus dem Bild-Label des Produkts.
- Joomla / Drupal / PrestaShop: Alt-Text wird je Bildfeld bzw. Medien-Entität gepflegt.
In allen Fällen ist die Pflege bei wenigen Bildern Handarbeit — bei einem echten Katalog übernimmt das ein Generator, der nativ im jeweiligen System arbeitet. Eine Übersicht der Anbindungen gibt der Integrationen-Hub.
Reihenfolge der Attribute
Bei Produkt-Alt-Texten lohnt eine bewusste Reihenfolge: zuerst die Produktart, dann die unterscheidenden Merkmale (Farbe, Material, Variante), zuletzt sekundäre Details wie Perspektive. So steht das für die Suche Wichtigste vorn, falls der Text abgeschnitten wird. „Lederstiefelette, rot, Blockabsatz, Seitenansicht“ ist robuster als „Seitenansicht eines roten Schuhs aus Leder“, weil die kaufentscheidenden Wörter zuerst kommen.
Namenskonvention im Team
Wer im Team Bilder pflegt, sollte eine einfache Konvention festlegen — sonst driftet die Qualität auseinander. Bewährt: Dateiname klein, mit Bindestrichen, Schema produkt-merkmal-variante.format; Alt-Text als ganzer, beschreibender Satz mit dem wichtigsten Merkmal vorn; pro Variante und Ansicht ein eigener Text. Eine halbe Seite Vorgabe plus zwei, drei Beispiele verhindert, dass am Ende die Hälfte des Katalogs img_final_final.jpg heißt.
6. Alt-Text im Bild-SEO-Gesamtbild
Alt-Text ist der wichtigste, aber nicht der einzige Hebel. Wer Bild-SEO ernst nimmt, behandelt ihn als Teil eines Systems. Hier die anderen Bausteine kompakt — jeder hat einen eigenen, vertiefenden Leitfaden.
Sprechende Dateinamen
Der Dateiname ist ein zweites, eigenständiges Signal. rote-stiefelette-blockabsatz.avif sagt Google und Nutzern etwas; IMG_4821.avif nichts. Beschreibend, klein, mit Bindestrichen — und der Name überlebt spätere Formatkonvertierung.
Moderne Formate
WebP und AVIF liefern deutlich kleinere Dateien (AVIF rund 60 % kleiner als JPEG) und damit bessere Core Web Vitals. Der Alt-Text bleibt formatunabhängig gleich — aber Achtung bei den Tools: nicht jeder Generator verarbeitet AVIF und SVG, und manche berechnen dafür einen Aufschlag. Details im Leitfaden „Alt-Text für AVIF, SVG & WebP“.
Auslieferung & Core Web Vitals
Das 2026er-Muster ist das <picture>-Element (AVIF → WebP → JPEG), wobei der Alt-Text einmal am inneren <img> steht. Wichtig: das LCP-Bild (meist das Hero- oder erste Produktbild) nicht lazy-loaden, dafür fetchpriority="high" setzen; width und height angeben, um Layout-Shift (CLS) zu vermeiden.
<source srcset="stiefel.avif" type="image/avif">
<source srcset="stiefel.webp" type="image/webp">
<img src="stiefel.jpg" alt="Roter Lederstiefelette, Seitenansicht" width="800" height="800">
</picture>
Strukturierte Daten & Bild-Sitemaps
Produkt-Schema (Product, ImageObject) hilft Google, Bilder den richtigen Produkten zuzuordnen, und eine Bild-Sitemap stellt sicher, dass auch per JavaScript geladene Bilder gefunden werden. Beides ersetzt keinen Alt-Text, verstärkt ihn aber. Das gesamte technische Bild-SEO behandelt „Bilder SEO optimieren“.
Merksatz: Alt-Text macht ein Bild verstehbar, der Dateiname macht es auffindbar, das Format macht die Seite schnell, Schema macht den Zusammenhang eindeutig. Erst zusammen ergeben sie Bild-SEO.
Bildunterschrift und umgebender Text
Alt-Text ist die Pflicht, die Bildunterschrift die wirksame Kür: Sie ist für alle sichtbar, wird überdurchschnittlich gelesen und von Google stark beachtet. Gut ist die Arbeitsteilung — der Alt-Text liefert die zugängliche Beschreibung, die Bildunterschrift den ergänzenden, für alle sichtbaren Kontext. Doppeln Sie beide nicht wortgleich.
Kompression: schnell, aber nicht auf Kosten der Qualität
Unkomprimierte Kamera- oder Design-Dateien (5–15 MB) sind der häufigste Performance-Killer. Vor dem Upload komprimieren — per Build-Pipeline, Bild-CDN oder Tool — bringt die größten Geschwindigkeitsgewinne. Komprimierung ändert nichts am Alt-Text; beides sind getrennte Schritte. (Hinweis: AutoAlt.ai verarbeitet Bilder, ohne sie zu speichern, und nimmt daher keine Komprimierung vor — dafür gibt es spezialisierte Tools und CDNs.)
Strukturierte Daten & Bild-Sitemaps im Detail
Zwei technische Bausteine runden das Bild-SEO ab. Produkt-Schema (Product mit image) verknüpft Bild, Preis und Verfügbarkeit eindeutig — die Grundlage für Rich Results und Google Shopping. Eine Bild-Sitemap listet Bild-URLs (per <image:image>) und hilft besonders bei lazy-geladenen oder über ein CDN ausgelieferten Bildern, die der Crawler sonst übersieht. Beide ersetzen keinen Alt-Text — sie sorgen dafür, dass die Bilder samt Kontext überhaupt vollständig erfasst werden.
Responsive Bilder & Lazy-Loading
Moderne Shops liefern je nach Bildschirmgröße unterschiedlich große Bilder aus — über srcset und sizes. Das spart Datenvolumen auf dem Smartphone und verbessert die Ladezeit, ohne dass sich am Alt-Text etwas ändert (er steht weiterhin einmal am <img>). Beim Lazy-Loading gilt eine wichtige Ausnahme: Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs profitieren von loading="lazy", aber das LCP-Bild (Hero, erstes Produktbild) sollte nicht lazy geladen werden — sonst verschlechtern Sie genau den Wert, den Sie verbessern wollen. Für dieses eine Bild stattdessen fetchpriority="high" setzen.
Warum die Formatkette AVIF → WebP → JPEG?
Das <picture>-Element bietet dem Browser mehrere Quellen an und lässt ihn die beste wählen, die er unterstützt: zuerst AVIF (am kleinsten), dann WebP (breit unterstützt), als Fallback JPEG (universell). So bekommen moderne Browser die schnellste Variante, ältere trotzdem ein funktionierendes Bild — ohne dass Sie den Alt-Text vervielfachen, denn er steht nur einmal am inneren <img>. Für SVG gilt eine Sonderregel: ein per <img> eingebundenes SVG nutzt ganz normal alt; ein inline eingebettetes SVG braucht role="img" plus <title>. Diese Unterscheidung wird oft übersehen — mehr dazu im Leitfaden zu modernen Bildformaten.
Erfolg messen: Bildersuche in der Search Console
Ob sich die Arbeit auszahlt, sehen Sie in der Google Search Console. Im Leistungsbericht lässt sich der Suchtyp auf „Bild“ umstellen — dann zeigen Impressionen und Klicks ausschließlich die Bildersuche. So erkennen Sie, welche Bilder Traffic bringen, für welche Anfragen sie erscheinen und wo nach dem Nachrüsten von Alt-Texten die Kurve steigt. Geben Sie dem Effekt Zeit: Bilder werden seltener gecrawlt als Seiten, sichtbare Veränderungen brauchen oft Wochen.
Alt-Text ist nicht Open Graph
Ein häufiges Missverständnis: og:image (Open Graph) steuert das Vorschaubild beim Teilen in sozialen Netzwerken — es hat nichts mit dem Alt-Text zu tun und ersetzt ihn nicht. Beide existieren parallel: Der Alt-Text bedient Barrierefreiheit und Bildersuche, Open Graph die Social-Vorschau. Verwechseln Sie die beiden nicht und pflegen Sie beide dort, wo sie hingehören.
7. Alt-Texte mit KI automatisieren
Alle Regeln dieses Guides sind leicht zu befolgen — für zehn Bilder. Das eigentliche Problem im E-Commerce ist die Menge. Ein mittelgroßer Shop hat schnell 2.000 bis 20.000 Bilder, ständig kommen neue Produkte dazu, und manuell getaggte Kataloge veralten schneller, als ein Team hinterherkommt. Genau hier ist KI nicht Spielerei, sondern der einzige praktikable Weg.
Was KI-Bildbeschreibung heute leistet
Moderne Bilderkennung (etwa auf Basis von GPT- und Gemini-Modellen) erzeugt in Sekunden beschreibende, kontextbezogene Alt-Texte und verarbeitet ganze Mediatheken im Stapel. Gute Tools beziehen Produktdaten ein, halten eine Längenvorgabe ein und erzeugen den Text direkt in der gewünschten Sprache. Der menschliche Anteil verschiebt sich vom Schreiben zum Prüfen: Bei besonders wichtigen Bildern (Kampagnen-Hero, erklärungsbedürftige Grafik) lohnt ein kurzer Kontrollblick, der Rest läuft automatisch.
Worauf Sie bei der Tool-Wahl achten
- Plattform-Abdeckung: Läuft es nativ in Ihrem System (WordPress, Shopware, Shopify …) oder müssen Sie exportieren?
- Preismodell: Pauschal pro Bild oder mit Aufschlägen für moderne Formate und Zusatzsprachen?
- Datenstandort: Werden Ihre Bilder in der EU verarbeitet und wieder gelöscht? (Siehe Abschnitt 8.)
- Mehrsprachigkeit: Erzeugt es denselben Alt-Text auf Wunsch in mehreren Sprachen?
„KI-Bildbeschreibung“ geht tiefer auf die Technik ein. AutoAlt.ai deckt die obigen Punkte ab: native Plugins für acht Plattformen, 1 Credit pro Bild unabhängig vom Format, alle Sprachübersetzungen in diesem einen Credit, Verarbeitung auf EU-Servern in Deutschland ohne Bildspeicherung.
So läuft die KI-Generierung ab
Im Kern sind es drei Schritte: Das Bild (plus vorhandener Kontext wie Produktname und Kategorie) geht an ein Vision-Modell; dieses erzeugt einen beschreibenden Entwurf nach Ihren Vorgaben (Sprache, Tonalität, Länge, optional ein Keyword); der Entwurf wird ins CMS zurückgeschrieben. Bei guten Tools stellen Sie Sprache, Tonalität und Längenrahmen einmal ein — danach läuft die Generierung im Hintergrund, auch für neue Uploads.
Qualitätssicherung statt Blindvertrauen
KI ist gut, aber nicht unfehlbar. Etablieren Sie eine leichte Kontrolle: besonders wichtige Bilder (Kampagnen-Hero, erklärungsbedürftige Grafiken, mehrdeutige Motive) kurz prüfen, den Rest stichprobenartig. Ein optionaler Review-Schritt — generieren, prüfen, bei Bedarf neu generieren — verbindet Geschwindigkeit mit Kontrolle.
Bestehendes Inventar nachrüsten
Der größte Quick Win liegt meist im Altbestand. Ein Scan findet alle Bilder ohne (oder mit schlechtem) Alt-Text; eine Stapelverarbeitung füllt die Lücken in einem Durchgang. Danach hält die automatische Generierung bei neuen Uploads den Zustand, statt dass die Lücke wieder wächst. So wird aus einem unlösbar wirkenden Berg eine einmalige Aktion plus laufende Pflege.
Manuell, KI oder Agentur — wann was?
- Manuell lohnt sich bis grob 50–100 Bilder oder für einzelne, besonders wichtige Hero-Bilder, bei denen jedes Wort sitzen soll.
- KI-Generierung ist der Normalfall für echte Kataloge: hunderte bis zehntausende Bilder, laufende Neuzugänge, mehrere Sprachen — in Minuten statt Wochen, zu Centbeträgen pro Bild.
- Agentur kann sinnvoll sein für strategische Markentexte oder einmalige Großprojekte, ist für laufende Massen-Alt-Texte aber meist unwirtschaftlich.
In der Praxis ist die Mischung am stärksten: KI für die Masse, ein menschlicher Blick auf die wenigen Bilder, die überdurchschnittlich zählen.
Mehrsprachigkeit und Datenschutz im Generierungs-Workflow
Zwei Punkte, die bei der Automatisierung leicht untergehen: Erstens Mehrsprachigkeit — ein guter Generator erzeugt denselben Bildinhalt direkt in allen benötigten Sprachen, statt dass Sie pro Sprache neu durchlaufen (bei AutoAlt.ai sind alle Sprachen in einem Credit enthalten). Zweitens der Datenschutz: Ihre Produktbilder sind teils schützenswert. Eine Verarbeitung auf EU-Servern, bei der Bilder nach der Analyse nicht dauerhaft gespeichert werden („Zero-Storage“, nur Metadaten für Audit-Zwecke), hält die DSGVO-Anforderungen sauber ein.
8. Recht & Barrierefreiheit: Alt-Text als Pflicht
Seit dem 28. Juni 2025 ist Barrierefreiheit für viele Anbieter keine freiwillige Verbesserung mehr. Der European Accessibility Act (EAA), in Deutschland umgesetzt durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), verpflichtet zahlreiche B2C-Anbieter — darunter viele Online-Shops — zu barrierefreien digitalen Angeboten nach den WCAG-Standards.
Für Bilder ist die relevante Anforderung WCAG 1.1.1 („Nicht-Text-Inhalt“): Jedes informative Bild braucht eine textliche Alternative, dekorative Bilder werden korrekt als solche ausgezeichnet. Aussagekräftige Alt-Texte sind damit nicht nur SEO-Kür, sondern eine grundlegende rechtliche Anforderung. Fehlende Alt-Texte gehören zu den häufigsten und am leichtesten nachweisbaren Mängeln bei Barrierefreiheits-Prüfungen.
Der angenehme Nebeneffekt: Die Maßnahme, die Sie für SEO ohnehin ergreifen sollten — gute Alt-Texte für alle Bilder — ist exakt die, die Sie für die Compliance brauchen. Ein Aufwand, zwei erfüllte Ziele. Die rechtlichen Details, Fristen und Bußgeldfragen behandelt unser EAA-2025-Komplett-Guide. Dieser Abschnitt ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.
Wer ist betroffen?
Das BFSG zielt vor allem auf B2C-Anbieter — darunter Online-Shops, Banking sowie Buchungs- und viele Dienstleistungsangebote. Es gibt Ausnahmen (etwa für bestimmte Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen), die aber eng gefasst sind. Im Zweifel gilt: Wer an Verbraucher verkauft, sollte von einer Pflicht ausgehen — und die rechtliche Einschätzung im Einzelfall fachkundig klären.
WCAG als Maßstab
Die Anforderungen orientieren sich an den WCAG, üblicherweise Konformitätsstufe AA. Für Bilder ist das wichtigste Kriterium 1.1.1: informative Bilder mit Textalternative, dekorative korrekt ausgezeichnet, funktionale (verlinkte) Bilder mit beschriebener Funktion — genau das, was guter Alt-Text ohnehin tut.
Was bei einer Prüfung passiert
Fehlende oder leere Alt-Texte bei informativen Bildern sind einer der ersten Punkte, die automatisierte Prüftools und Prüfer melden — leicht zu finden, schwer wegzudiskutieren. Eine saubere Alt-Text-Abdeckung ist damit nicht nur Pflicht, sondern eine der sichtbarsten Verbesserungen, die Sie kurzfristig erreichen können.
Ein Aufwand, zwei Ziele — und ein Nachweis
Der wirtschaftlich entscheidende Punkt: Die Maßnahme für SEO (gute Alt-Texte für alle Bilder) und die Maßnahme für die Compliance sind dieselbe. Sie zahlen den Aufwand einmal und erfüllen zwei Ziele, die viele Unternehmen als getrennte Projekte teuer doppelt angehen. Für die Dokumentation hilft ein nachvollziehbarer Nachweis, dass und wie Bilder ausgezeichnet wurden — etwa ein Konformitätsnachweis und ein Audit-Log, das festhält, welche Bilder wann mit Alt-Text versehen wurden.
9. Die häufigsten Alt-Text-Fehler
Dieselben Fehler tauchen in fast jedem Audit auf. Wer sie kennt, vermeidet 90 % der Probleme:
- Keyword-Stuffing. Aneinandergereihte Keywords sind Spam für Google und eine Qual auf dem Screenreader. Eine natürliche Nennung genügt.
- Dateiname als Alt-Text.
alt="IMG_4821"oderalt="DSC_0042"hilft niemandem. - Identischer Alt-Text auf vielen Bildern. Zwanzig Mal „unser Produkt“ gibt Google keinen Grund, eines davon zu ranken.
- Alt-Attribut komplett weglassen. Schlechter als ein leeres
alt=""— assistive Technik liest dann womöglich den Dateipfad vor. - „Bild von …“ / „Foto von …“ — redundant, weil Screenreader das Bild bereits ankündigen.
- Dekoratives beschreiben. Trennlinien und Ornamente brauchen
alt="", keine Beschreibung. - Format oder Auflösung nennen. „AVIF-Bild“, „1200×800“ — irrelevant für Nutzer und Suche.
- Roman schreiben. Ein Alt-Text ist kein Fließtext. Über ~125 Zeichen gehört der Rest in die Bildunterschrift oder den Absatz daneben.
Der praktische Aufräum-Weg in vier Schritten: (1) Bilder ohne Alt-Text per Scan finden, (2) dekorative von informativen trennen, (3) informative beschreiben (manuell oder per KI), dekorative auf alt="" setzen, (4) automatische Generierung für neue Uploads aktivieren, damit die Lücke nicht zurückkehrt.
Die Alt-Text-Checkliste
- Jedes informative Bild hat einen beschreibenden Alt-Text.
- Dekorative Bilder haben
alt="". - Wichtigstes zuerst, unter ~125 Zeichen, natürliche Sprache.
- Kein „Bild von“, kein Keyword-Stuffing, kein Dateiname als Text.
- Produktvarianten und Galerie-Ansichten haben je eigenen Text.
- Mehrsprachige Shops: Alt-Text in jeder Sprache.
- Sprechende Dateinamen, moderne Formate, LCP-Bild nicht lazy.
- Bild-Sitemap und Produkt-Schema vorhanden.
- Neue Uploads werden automatisch getaggt — die Lücke kehrt nicht zurück.
10. Tools & wie AutoAlt.ai hineinpasst
Für eine Handvoll Bilder reicht das CMS-Eingabefeld. Ab ein paar hundert Bildern brauchen Sie einen Generator — und die Auswahl ist groß. Welches Tool passt, hängt von Plattform, Datenschutz-Anforderungen und Preismodell ab; einen sachlichen Überblick gibt der Alt-Text-Generator-Vergleich und der Test „Beste Alt-Text Software“.
Beim Vergleich helfen fünf Kriterien: Plattform-Abdeckung (nativ in Ihrem System?), Preismodell (Pauschale pro Bild oder Aufschläge für Formate/Sprachen?), Datenstandort & DSGVO (EU-Verarbeitung, keine dauerhafte Bildspeicherung?), Mehrsprachigkeit (mehrere Sprachen pro Bild?) und Workflow (Stapelverarbeitung, Prüfschritt, automatische Generierung bei neuen Uploads?). Die richtige Wahl hängt weniger an der reinen Textqualität — die ist bei den ernstzunehmenden Tools ähnlich gut — als an genau diesen Rahmenbedingungen.
AutoAlt.ai ist auf den europäischen, plattformübergreifenden E-Commerce zugeschnitten: native Plugins für WordPress, WooCommerce, Shopware, Magento, Shopify, Joomla, Drupal und PrestaShop, 1 Credit pro Bild unabhängig vom Format (inklusive AVIF und SVG), alle Sprachübersetzungen in diesem einen Credit, Verarbeitung auf EU-Servern in Deutschland ohne Bildspeicherung — und ein Konformitätsnachweis für die EAA-/BFSG-Dokumentation. Der kostenlose Tarif umfasst 50 Alt-Texte pro Monat, dauerhaft und ohne Kreditkarte.
Was AutoAlt.ai im Detail kann
Über die reine Generierung hinaus gibt es einige Stellschrauben, die im Alltag Zeit sparen: Sie legen Sprache, Tonalität und Längenrahmen (Mindest-/Höchstlänge) fest, können optional einen Präfix oder Suffix vor bzw. hinter jeden Alt-Text setzen und beim Upload automatisch SEO-freundliche, keywordbasierte Dateinamen vergeben lassen. Ein Scan findet Bilder ohne Alt-Text im Bestand, die Stapelverarbeitung füllt sie, und neue Uploads werden automatisch getaggt. Für die Barrierefreiheits-Dokumentation gibt es einen Konformitätsnachweis und eine kostenlose Accessibility-Prüfung. Verarbeitet wird auf EU-Servern in Deutschland, ohne die Bilder dauerhaft zu speichern.
Fazit
Alt-Text ist der seltene Fall einer Maßnahme, die gleichzeitig zwei strategische Ziele bedient: mehr Sichtbarkeit in der Bildersuche und eine rechtlich geforderte Barrierefreiheit. Die Regeln sind einfach — beschreibend, knapp, natürlich, dekoratives leer —, die Herausforderung ist die Menge. Wer Alt-Text als Teil eines Systems aus Dateinamen, modernen Formaten, schneller Auslieferung und Schema begreift und die Masse mit KI automatisiert, verwandelt einen blinden Fleck in einen dauerhaft liefernden Kanal. Beginnen Sie mit einem Scan Ihres Bestands — und sorgen Sie dafür, dass kein neues Bild mehr ohne Alt-Text online geht.
Vertiefung: alle Leitfäden dieses Themas
Dieser Guide ist der Einstieg. Für die Tiefe in jedem Teilbereich:
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11. Häufige Fragen
Was ist Alt-Text und wofür ist er gut?
Alt-Text ist eine kurze Beschreibung eines Bildes im alt-Attribut. Screenreader lesen ihn vor, er erscheint, wenn ein Bild nicht lädt, und er liefert Suchmaschinen den Kontext, um das Bild zu verstehen und in der Bildersuche zu ranken — also zugleich Barrierefreiheit und SEO.
Verbessert Alt-Text das SEO?
Ja. Alt-Text ist eines der wichtigsten Signale für die Google-Bildersuche und liefert zusätzlichen thematischen Kontext. Entscheidend ist natürlicher, beschreibender Text statt Keyword-Stuffing.
Wie lang sollte ein Alt-Text sein?
Als Faustregel unter ~125 Zeichen — lang genug zum Beschreiben, kurz genug, dass Screenreader nicht abschneiden. Das Wichtigste zuerst. Komplexe Grafiken kurz beschreiben und die Details in benachbarten Text oder eine Tabelle legen.
Brauchen dekorative Bilder Alt-Text?
Nein, aber sie brauchen ein leeres Attribut: alt="" (ohne Leerzeichen), damit Screenreader sie überspringen. Das Attribut ganz wegzulassen ist schlechter, weil dann der Dateipfad vorgelesen werden kann.
Wie schreibe ich Alt-Text für Produktbilder?
Beschreiben Sie das Produkt mit den Merkmalen, nach denen gesucht wird: Art, Farbe, Material, Variante, Perspektive — z. B. „Roter Lederstiefelette mit Blockabsatz, Seitenansicht“. Jede Variante und Ansicht bekommt einen eigenen Text; identische Alt-Texte über den Katalog vermeiden.
Ist Alt-Text gesetzlich vorgeschrieben?
Für viele EU-Anbieter ja. Der EAA, in Deutschland das BFSG, verlangt seit Juni 2025 von vielen B2C-Anbietern barrierefreie Angebote nach WCAG. Aussagekräftige Alt-Texte für informative Bilder sind dabei eine Grundanforderung (WCAG 1.1.1). Details im EAA-2025-Guide; dies ist keine Rechtsberatung.
Kann KI Alt-Texte automatisch erstellen?
Ja. KI-Bilderkennung erzeugt brauchbare, beschreibende Alt-Texte in Sekunden und skaliert auf ganze Kataloge — bei großen Bildmengen oft der einzige praktikable Weg. Wichtige Bilder kurz prüfen. AutoAlt.ai erzeugt sie direkt in WordPress, Shopware, Shopify & mehr, 1 Credit pro Bild, alle Sprachen inklusive.
Was ist der Unterschied zwischen Alt-Text, Bildunterschrift und Title?
Der Alt-Text (alt) ist die textliche Alternative für Screenreader und Suchmaschinen, sichtbar nur, wenn das Bild nicht lädt. Die Bildunterschrift ist für alle sichtbar und gibt Zusatzkontext. Das title-Attribut zeigt einen Tooltip, wird aber unzuverlässig behandelt und ersetzt den Alt-Text nie.
Hilft Alt-Text auch dem normalen Ranking, nicht nur der Bildersuche?
Indirekt. Alt-Text rankt vor allem Bilder in der Bildersuche und gibt der Seite zusätzlichen thematischen Kontext. Ein direkter Boost für die normale Textsuche ist gering — der Hauptnutzen sind Bildersuche-Traffic und Barrierefreiheit.
Wie finde ich Bilder ohne Alt-Text auf meiner Website?
Mit kostenlosen Werkzeugen: der Lighthouse- bzw. Accessibility-Prüfung in den Chrome-DevTools, Browser-Erweiterungen wie axe oder WAVE, oder einem SEO-Crawler, der fehlende Alt-Attribute auflistet. In WordPress und Shopware zeigen viele Plugins die Abdeckung direkt an.
Muss das Hauptkeyword in jeden Alt-Text?
Nein. Schreiben Sie zuerst beschreibend und natürlich; passt das Keyword organisch, nehmen Sie es einmal auf. Es in jeden Alt-Text zu zwingen führt zu Stuffing und unnatürlichen Texten.
Liest Google Bilder nicht inzwischen selbst?
Googles Bilderkennung ist gut, ersetzt den Kontext aber nicht. Alt-Text, Dateiname und umgebender Text bleiben die zuverlässigsten Signale dafür, wofür ein Bild gefunden wird — und für Screenreader ist der Alt-Text ohnehin unverzichtbar.